MATCHA: Gesunder POWERDRINK aus grünem Tee

Super-Drink für Trendsetter: Anstelle von normalen Grünteeblättern wird das feine Blattpulver aufgegossen, das so seine ganze Pflanzenpower entfaltet. Dadurch hält uns Matcha länger wach als Kaffee, hilft beim Abnehmen und soll Krebs vorbeugen.

Ein Hingucker ist das Trendgetränk mit seiner giftgrünen Farbe wirklich nicht, sollte aufgrund seines Aussehens aber nicht unterschätzt werden – denn Matcha ist ein Alleskönner!

Was ist Matcha?

Bei dem Trendgetränk aus Japan handelt es sich um eine besondere Form des Grüntees, bei der nur die edelsten Bestandteile des Grünteeblattes zu ultrafeinem Pulver verarbeitet werden. Als Grundlage für Matcha gilt in Japan die Grünteesorte Tencha. Buddhistische Mönche entdeckten Matcha vor mehr als 800 Jahren als Meditationsgetränk, nachdem das Pulver von China aus den Weg nach Japan gefunden hatte. Heute trinken wir Matcha nicht nur pur, sondern auch mit Milch, nutzen es als Zutat zum Kochen und Backen, für Eis oder Desserts.

WIE SCHMECKT MATCHA?

Matcha schmeckt leicht herb, ein wenig grasig, etwa wie starker grüner Tee, nur weniger bitter. Von guter Qualität zeugt das Pulver, wenn es trotz seiner leicht bitteren Note auch noch mild und süß schmeckt.

WIE WIRD MATCHA HERGESTELLT?

Die Blätter werden nach der Ernte mithilfe von handgefertigten Granitsteinmühlen zu hauchfeinem, grasgrünem Pulver vermahlen, wodurch der typische Geschmack von Matcha erst entsteht. Das grüne Pulver ist dadurch zehnmal feiner als Mehl. Anders als bei günstigen Teeproduktionen werden Stiele und Adern des Teeblattes bei der Herstellung dieses Grüntees nicht verwendet. Da auf diese Weise maximal 30 Gramm Matcha pro Stunde hergestellt werden, ist der hohe Preis des Pulvers durchaus gerechtfertigt, weshalb der Japan-Export auch als besonders edle Teesorte gilt.

In den letzten Wochen ihres Wachstums (etwa vier bis sechs Wochen vor der Ernte) werden die Tee-Pflanzen mit dunklen Matten überschattet. Dadurch gelangt noch maximal 15 % des Sonnenlichts an die Pflanzen, was die Bildung von Chlorophyll und beruhigenden Aminosäuren fördert. So entsteht auch die kräftige grüne Farbe der Blätter, denn je mehr Chlorophyll enthalten ist, desto nährstoffreicher ist der Tee. Da die Blätter per Hand gepflückt und gedämpft werden, bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

MATCHA KANN KREBS VORBEUGEN

Matcha enthält besonders viel Chlorophyll und Antioxidantien, dazu gehören Polyphenole und das Catechin EGCG (Epigallocatechin Gallate). Beide wirken zellschützend, können freie Radikale einfangen und so der Entstehung von Krebs vorbeugen. Schon eine kleinere Dosis Phenolsäure kann die Gesundheit fördern. Eine Tasse Matcha Tee enthält 100 mg Polyphenole – bei einer Tasse Kaffee sind es lediglich 7 mg. Der Anteil von EGCG, dessen Wirkung im Kampf gegen Krebs bereits in Studien nachgewiesen werden konnte, ist in Matcha-Tee um ganze 140 Mal höher als in üblichen Grüntees aus dem Beutel. Catechine können außerdem den Cholesterinhaushalt regulieren und auch Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson vorbeugen.

MATCHA MACHT GELASSEN, HILFT BEIM ABNEHMEN UND SCHÜTZT VOR SONNE

Auch Aminosäuren wie zum Beispiel L-Theanin, das beruhigend und ausgleichend wirkt, hat Matcha zu bieten. Zwar enthält auch schwarzer Tee Theanin, bei der Fermentation wird allerdings ein Teil davon abgebaut, sodass grüner Tee einen höheren Gehalt an Theanin aufweisen kann.

Da das ganze Teeblatt vermahlen wird, enthält Matcha weitere wertvolle Inhaltststoffe für die Gesundheit: Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe des Grüntees, die sonst bei der Herstellung extrahiert werden.

Japanischen Forschern zufolge fördern insbesondere die Catechine aus den Teeblättern den Fettabbau im Körper – nicht umsonst schwören viele Hollywood-Stars während ihrer Schlankheitskuren auf das Trendgetränk. Für alle Sonnenanbeter und Outdoor-Sportler ist Matcha ein guter Hautschutz: Freie Radikale durch Sonneneinstrahlung schädigen die Zellmembranen der Hautzellen und lassen sie schneller altern. Die in Matcha enthaltenen Catechine wirken wie Antifaltencreme, da sie die Radikale daran hindern, in die Haut einzudringen und sie blass und faltig aussehen zu lassen.

MIT MATCHA GEGEN MUSKELKATER

Kalt getrunken ist Matcha auch für Sportler ein heißer Tipp, denn Matcha kann unterstützen, Muskelkater vorzubeugen. Dabei kommt ein bestimmter Stoff aus den Teeblättern zum Tragen, das EGCG-Catechin, das auch im Kampf gegen Krankheiten angewandt wird, die die Körperzellen verändern, wie zum Beispiel Krebs (siehe oben). Aufgrund dieses Inhaltsstoffes kann Matcha zudem ein nützlicher Helfer beim Muskelaufbau sein, Muskelfasern beim Kraftttraining schützen und vor oxidativen Schäden der Muskulatur bewahren. Tipp für einen Matcha-Shake: Soja- oder Mandelmilch mit Matcha, Vanille und Agavendicksaftmixen – fertig ist der Energieshake für die bevorstehende Sporteinheit.

Da Matcha in der Herstellung aufwändig und teuer ist, gibt es ihn nicht in jedem Supermarkt zu kaufen, sondern in ausgewählten Teeläden oder übers Internet. In Großstädten wie Berlin und Hamburg gibt es sogar Teesalons, die Matcha anbieten.

wie erkenne ich echte matcha?

Die Produktion des echten Matcha-Tees erfolgt ausschließlich in Japan. Viele Produkte auf dem Markt sind häufig „gestreckt“ und mit dem echten Matcha Tee in Geschmack und Wirkung nicht vergleichbar. Zwar gibt es keine allgemeingültige Kennzeichnung für echten Matcha Tee, in Deutschland zeugt aber ein Bio-Siegel von seiner Herkunft.

Außerdem sollte man darauf achten, dass das gesunde Grüntee-Pulver auch wirklich aus Japan kommt. 100 Gramm des Tees dürfen dann auch gerne mal 30 Euro und mehr kosten. Wenn man Matcha für zehn Euro pro Dose aus dem Drogerieregal kauft, kann man davon ausgehen, dass es sich um Pulver minderer Qualität handelt.

WIE LAGERT MAN MATCHA TEE AM BESTEN?

Matcha Tee ist sehr empfindlich und sollte kühl und trocken gelagert werden. In Japan wird das Pulver nach dem Mahlen in speziellen Granitsteinmühlen deshalb in Kühlschränken verwahrt, da das Pulver sehr schnell die Frische verliert und sein Geschmack darunter leiden kann.

 

WARUM IST MATCHA EIGENTLICH SO TEUER?

Echter Matcha kommt immer aus Japan. Alles andere ist Fake. Echter Matcha sollte bio sein, sonst profitierst du nicht von seinen wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Echter Matcha wird vier Wochen vor der Ernte aufwändig beschattet, um alle Energie im Blatt zu bündeln. Und echter Matcha wird mit traditionellen Granitsteinmühlen langsam und schonend gemahlen. Die schaffen nur 30 Gramm pro Stunde! Kein Wunder also, dass 100 Gramm guter Matcha ab 30 Euro kosten. Du erkennst die Topqualität an einer leuchtend grünen Farbe und einer geschmeidigen, extrem feinen Konsistenz des Pulvers.

  • Quelle:  Katharina Klein