Kräutertee

Sie entspringen uraltem Wissen – Kräutertees sind aus der Medizingeschichte nicht wegzudenken. Ob in der Pflanzenheilkunde oder der Traditionellen Chinesischen Medizin: Kräuter spielen auch heute noch bei der Behandlung vieler leichter Beschwerden eine große Rolle.

Kräutertees stammen nicht vom Teestrauch, sondern von getrockneten Pflanzenteilen anderer Pflanzen. Sie enthalten – wie die „echten“ Tees auch – keine Kalorien. Sie liefern aber Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Ihnen fehlt allerdings das Koffein (Ausnahme: Matetee).

Die Pflanzen und Kräuter für Kräutertees werden zumeist auf kleinen Flächen kultiviert oder wild angebaut. Abhängig von der Pflanze sind die Hauptanbaugebiete vor allem in Süd- und Osteuropa, Südamerika, Ägypten und China. Seit einigen Jahren nimmt die Nachfrage nach heimischen Kräutern zu.

Wirkung des Tees
Die Wirkung verschiedener Kräutertees ist weithin bekannt. So gilt beispielsweise eine Teemischung, der Wurzelteile vom echtem Baldrian zugesetzt wurde, als krampflösend sowie beruhigend und erregungsdämpfend.

Der Zusatz des getrockneten Himbeerkrauts oder deren Blätter verspricht Linderung bei Durchfällen, während die Scheinfrüchte der Hundsrose, die Hagebutten, als Bestandteil schweißtreibender Tees eine wichtige Rolle einnehmen.

Auch die altbekannte Pfefferminze, deren Blätter aufgrund ihrer krampflösenden und blähungstreibenden, gallentreibenden sowie desinfizierenden Eigenschaften des enthaltenen ätherischen Öls vielfach in Kräutertees enthalten sind, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Geschmacklich werden Kräutertees verfeinert durch vielerlei Zugaben. So sorgen nicht selten Erdbeer-, Apfel- oder Ingwerstückchen, Orangenschalen, Zimtrinde oder Lemongras für ein abgerundetes Aroma. Auch Kornblumen, Brennnesseln sowie Malven, die als einheimische Pflanzen überall zu finden sind, werden den Kräuterteemischungen oftmals zugesetzt.